GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Frey, Jana
Titel Luft zum Frühstück - Ein Mädchen hat Magersucht
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-7855-6762-3 Reihe
Verlag Loewe, Bindlach, 2009
Seitenzahl 170 Preis 5,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Die Magersucht des Mädchens Serafina wird von ihrem Auslöser bis zur Aufnahme ins Krankenhaus dargestellt. Das Abnehmen gerät außer Kontrolle und die Angst, nur dünn geliebt zu werden und nur dann glücklich zu sein, stellt sich bei Serafina in den Vordergrund. Während des Fortschreitens in die Sucht zieht sich Serafina immer mehr zurück. Serafina hungert bis sie zusammenbricht und nur mit ärztlicher Hilfe noch überleben kann.
Beurteilungstext Das Buch handelt von dem sehr aktuellen Problem der Magersucht. Gerade durch die Aktualität des Themas spricht es vor allem junge Leserinnen an. Dies wird verstärkt durch den Ich-Erzähler. Serafina erzählt ihre Geschichte und so kann sich der Leser gut mit ihr identifizieren.
Die Magersucht ist das Resultat vieler Konflikte, welche die Protagonistin nicht alleine bewältigen kann. Sie zieht um in einen neuen Ort und findet dort nicht sofort gute Freunde. Ihre Eltern trennen sich. Sie verliebt sich in einen Jungen, der sie nicht beachtet, sie wird gehänselt in der Schule und sie findet ihre Freundin viel hübscher, ... Damit werden viele Probleme angesprochen, die in der Pubertät auftreten und die Zeit schwierig machen. Für Serafina ist klar, dass man nur schlank glücklich sein kann und nur so geliebt wird. Während des Fortschreitens des Hungerns in die Sucht vernachlässigt sie ihren einzigen richtigen Freund Moses, die Schule und ihre Hobbies. Gerade in der Schlussphase des Buches, als Serafina in das Krankenhaus gebracht werden muss, wird deutlich, wie unverhältnismäßig ihre Sichtweise auf den eigenen Körper ist, denn sie hat schreckliche Angst davor, mit Nahrung versorgt zu werden und wieder dick zu sein. Das Überleben steht für sie im Hintergrund.
Die Leser werden erkennen, dass die Flucht in die Magersucht nicht der richtige Weg ist und das es bessere Möglichkeiten gibt, die Sorgen zu bewältigen. Denn durch das Hungern distanziert sich Serafina weiter und die erhoffte Beliebtheit tritt nicht ein. Neben den Befindlichkeiten des Mädchens zeigt das Buch auch die Beeinträchtigungen in der Familie und wie hilflos die Familienmitglieder dieser Krankheit gegenüberstehen.
Das Buch macht für Magersucht und Essstörungen sensibel und versucht mit den Adressen der Hilfsorganisationen den Jugendlichen einen Ansprechpartner außerhalb der Familie und Hilfe anzubieten.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 T-CR, Thüringen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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