GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor von Lange, Alexa Hennig
Titel Leute die Liebe schockt
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-570-16035-0 Reihe cbt
Verlag cbj, München, 2009
Seitenzahl 192 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hartpappe Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Es wird die Geschichte der 15-jährigen Elisabeth von ihr selbst erzählt, sie nennt sich Lelle. Ihre 17-jährige Schwester Constanze, die kurz vor dem Abitur steht, wird plötzlich schwanger, und Lelle, die sich sonst stets mit ihr streitet, wird ihre Partnerin, um den Eltern die neue Situation beizubringen. Dabei entdeckt Lelle selbst, dass sie sich mehr zu ihrem Freund Arthur hingezogen fühlt, der einige Zeit nicht zugegen war.
Beurteilungstext Die Handlung ist in einem schnoddrigen Ton verfasst, mit dem die Autorin sicherlich den jugendgemäßen Lebensstil und Jargon auf den Punkt zu treffen beabsichtigte. Doch die Darstellung der recht banalen und alltäglichen Situationen, die von der Ich-Erzählerin geschildert werden, sind alles andere als literarisch tragfähig oder gar ästhetisch anspruchsvoll erfasst. Hier wird eine Sprache benutzt, die keinesfalls jugendliche Leser höher zu heben vermag, es sind belanglose Stilelemente verdorbenen jugendlichen Jargons, die dazu noch beständig wiederholt werden und mitunter in ihrer vulgären Art penetrant wirken. Das ständig wiederkehrende Ansprechen des Lesers mit “Leute” wirkt auf mich eher wie ein vergeblicher Versuch, eine Ebene zwischen Erzählerin und Leser herzustellen. Außerdem scheint mir die Handlung ziemlich überfrachtet zu sein mit politischen oder ethischen Problemfeldern: Ökologie, Schwangerschaftsabbruch oder nicht, christliche Beweggründe, Zerwürfnisse der Eltern, Drogen und Nikotinmissbrauch, Magersucht usw. Mich hat in diesem Fall nicht die Liebe geschockt (Lelle muss sich zwischen zwei Jungen entscheiden), sondern die Sprachebene.
Bewertung

 nicht empfehlenswert

Rezensent

 rene, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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