GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Melzer, Brigitte
Titel Kein Kuss für Finn
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-570-13541-9 Reihe My Story. Streng geheim
Verlag cbj, München, 2008
Seitenzahl 206 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Softcover Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Charlotte muss umziehen, weg von den Freunden in der Kleinstadt, nach München. Dies passt ihr überhaupt nicht und so beschließt sie, so lange zu rebellieren, bis ihre Eltern aufgeben und wieder zurück ziehen. Sie verwandelt sich in „Gruft-Charlotte" und will mit niemanden etwas zu tun haben. Zu allem Unglück wird ihr auch noch der iPod gestohlen und sie wird erpresst. Und in ihrer Klasse ist auch noch der nette Finn, der sich von ihrer Bockigkeit nicht abschrecken lässt.
Beurteilungstext Charlotte wird von ihren Eltern gezwungen, von der beschaulichen Kleinstadt nach München zu ziehen, denn ihr Vater hat dort einen neuen Job bekommen. Das gefällt Charlie überhaupt nicht. Und so beschließt sie, so lange zu protestieren, bis ihre Eltern ein Einsehen haben und zurück in die vertraute Heimat ziehen. Sie zieht los, geht Einkaufen und verwandelt sich in „Gruft-Charlotte, ganz in Schwarz und Nieten gekleidet. Die Haare lässt sie sich ebenfalls färben, auf ein Piercing verzichtet sie lieber. In der neuen Schule will sie sich erst gar nicht eingewöhnen, denn sie ist ja sowieso bald wieder weg, und gibt sich entsprechend unnahbar. Doch der nette Finn lässt nicht locker und auch Mehli aus der Parallelklasse ist freundlich. Sie freundet sich mit ihnen an und landet so in eine Clique der Theatergruppe. Alles könnte so nett sein, doch dann ist plötzlich der „geborgte" iPod der Schwester verschwunden, geklaut von Lukas, dem unangenehmen Großmaul aus ihrer Klasse, der nun auch ihr das Leben schwer macht. Um ihn zurück zu bekommen, soll sie Finn bis auf die Knochen blamieren. Sie windet sich, sieht aber keine Möglichkeit, aus der Situation heraus zu kommen. Ihre Aktionen sind Lukas nicht peinlich genug und letztendlich blamiert er selbst Finn und schiebt es Charlie in die Schuhe. Und Finn ist so getroffen, dass er überhaupt nicht mehr mit ihr redet... Das Buch ist aus der Sicht der frustrierten, später von Schmetterlingsgefühlen überwältigten, Charlie geschrieben und gewährt einen tiefen Einblick in die Seele eines rebellierenden Teenagers. Charlie hat Herz und Verstand und das Glück, in einer Clique zu landen, die ihr, als es darauf ankommt, zur Seite steht. Durch die so hervorgerufene emotionale Nähe kann sich der – weibliche – Leser gut in die Hauptperson einfühlen und mit ihr leiden. Die jugendliche Sprache ist gut getroffen und erleichtert ebenfalls die Identifikation. Anzumerken ist, dass das Buch innerhalb einer Reihe erschienen ist und mit den Worten „My Story - streng geheim" Authentizität suggerieren möchte, was ebenso wie der etwas platte Titel das Buch in eine Schublade steckt, in welche es vielleicht nicht unbedingt hinein müsste. Die Intention des Buches ist die der Unterhaltung und dies ist gelungen. Es bietet Herz – Schmerz – Lesefutter der besseren Art.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 BW-UKL, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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