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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
Schneider, Gerd |
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Titel |
Kafkas Puppe |
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Übersetzer / Originalsprache |
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Illustrator |
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ISBN |
978-3-401-50148-2 |
Reihe |
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Verlag |
Arena, Würzburg, 2009 |
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Seitenzahl |
224 |
Preis |
6,50 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
Büchereigrundstock Klassenlesestoff |
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Medienart |
Buch: Taschenbuch |
Gattung |
Biografie/Biografische Erzählung |
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Zielgruppe |
12-13 14-15 16-17 |
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Inhaltsangabe |
Der schwer kranke Franz Kafka lebt in Berlin und geht jeden Tag in einem Park spazieren. Dort trifft er ein Mädchen, das seine Puppe verloren hat. |
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Beurteilungstext |
Kafka beginnt, ihr Briefe zu schreiben, in denen er ihr von den Abenteuern erzählt, welche die Puppe erlebt. Das Mädchen ist hingerissen zwischen Unglauben und Faszination. Dennoch oder gerade deswegen kommt sie jeden Tag erneut zur Bank im Park und lässt sich neue fantastische Abenteuer von dem hageren Fremden erzählen. Das Mädchen lebt in einem Waisenhaus und findet Trost in der Tatsache, dass ihre Puppe wunderbare Abenteuer erlebt. Franz weiß nicht, wohin die Reise die Puppe führen wird, er macht einfach jeden Tag weiter, zwischen Hoffen und Bangen, ob das Mädchen wohl wieder kommt. Gleichzeitig verwendet der Autor verschiedene Versatzstücke bzw. Auszüge aus Kafkas Werken. Da Kafkas Freundin Dora seine Texte (abgesehen von den Briefen der Puppe) nicht versteht, besteht Gelegenheit, Kafkas Beweggründe und Ansätze für seine Texte zu erläutern. Parallel dazu unterhält sich Kafka mit einem Mann, den er beim Spazierengehen trifft, über die politischen Entwicklungen in Berlin und Deutschland. In Briefen an seine Schwester werden Aspekte seiner Kindheit und Jugend angesprochen. So erfahren die Leserinnen und Leser anhand einer ansprechenden und anrührenden Geschichte um die verlorene Puppe viel über Kafkas Leben und seine Schreiberei. Dies mag später dazu führen, dass über den Umweg, den Menschen Kafka zu kennen, auch seinen Texten nicht mit vorauseilendem Widerstand entgegengetreten wird, nur weil man gehört hat, Kafka wäre schwierig zu verstehen. Gerd Schneider, Germanist und Journalist, sowie Kafka-Fachmann, legt hier ein Buch vor, dass Fakten und Fiktion so gekonnt verquickt, dass ein äußerst ansprechendes Gesamtkunstwerk entsteht, das gleichermaßen informiert und unterhält. |
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Bewertung |
sehr empfehlenswert |
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Rezensent |
Ht, Niedersachsen |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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Die Rezension ist der Datenbank unter
www.ajum.de entnommen. |
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