GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Ellis, Ann Dee
Titel EsTutMirSoLeid
Übersetzer / Originalsprache Plorin, EvaEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-522-20054-7 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2009
Seitenzahl 206 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hartpappe Gattung  Erzählung
Zielgruppe 12-13
Inhaltsangabe Logan kann sich in entscheidenden Momenten oft nicht ausdrücken. Das bringt ihn oft in Schwierigkeiten.
Beurteilungstext Logan geht es nicht gut. Er wird von einer Gruppe Jungen gemobbt und misshandelt und kann sich dagegen nicht zur Wehr setzen. Der Grund dafür ist nicht nur , dass ihm die Kräfte und die Freunde fehlen, er kann auch in entscheidenden Momenten nicht sprechen. In der Schule, bei den Pfandfindern und auch zu Hause ist Schweigen oft seine einzige Reaktion.
Bevor Logan mit seinen Eltern und den Zwillingsbrüdern in das neue Haus gezogen und in die neue Schule gegangen ist, muss etwas Schreckliches passiert sein. Es hat mit seinem Freund Zyler zu tun, aber bis fast zum Ende des Buches erfährt man nicht, was passiert ist. Im Zusammenhang mit den Beleidigungen und Erniedrigungen durch Bruce und seine Freunde wird ihm zwar immer Vergewaltigung oder Ähnliches vorgeworfen, aber die wahren Zusammenhänge bleiben lange im Dunkeln.
Durch dieses Unwissen über die tatsächlichen Zusammenhänge und die Hilflosigkeit und das Ausgeliefertsein der Hauptperson, hat die Geschichte eine sehr düstere und deprimierende Grundstimmung. Als Logan, der sich selbst aus der Situation nicht heraus helfen kann, dann auch noch von dem Psychiater wegrennt, zu dem ihn seine Mutter ohne vorherige Ankündigung bringt, ist die Unlösbarkeit der Situation perfekt.
Geschrieben ist die Geschichte in kurzen, schnell wechselnden Kapiteln, bei denen die Dialoge in Rollenform dargestellt werden. Während bei den Sprechenden nach dem Namen der Text folgt, bleiben bei Logan die Zeilen meist leer. Dieses Mittel unterstützt und visualisiert seine Sprachlosigkeit sehr gut.
Gegen Ende des Buches erfährt man dann, was mit Zyler geschehen ist und dass Logan seinem Freund und einem Mädchen bei einer Misshandlung durch Zylers Vater nicht geholfen hat, nicht helfen konnte. Als dies endlich ausgesprochen ist und auch die Mobbingattacken bekannt gemacht sind, kann sich der Leser eine Besserung der Gesamtsituation wenigstens vorstellen. Es kommt dadurch zu so etwas wie einem kleinen Happy End.
Insgesamt ein problemgeladenes Buch, das keine leichte Lektüre bietet.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 He, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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