GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Harrison, Michelle
Titel Elfenseele - Hinter dem Augenblick
Übersetzer / Originalsprache Baresch, MartinEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-7855-6607-7 Reihe
Verlag Loewe, Bindlach, 2009
Seitenzahl 367 Preis 16,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastik
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Tanya lebt bei ihrer Mutter in London und hat eine besondere Gabe - bereits seit frühester Kindheit kann sie Elfen sehen und wird nachts von diesen, nicht immer freundlichen Geschöpfen, heimgesucht. Ihre Mutter, die die Elfen natürlich nicht sehen kann, weiß langsam nicht mehr, was sie mit ihrer Tochter noch machen soll. Ferien bei der Oma auf dem Land erscheinen ihr die richtige Lösung, nichtsahnend, dass dort alles nur noch schlimmer wird...
Beurteilungstext Hier beginnt für Tanya ein großes Abenteuer mit dessen Ausgang sie nicht gerechnet hat.
Eine besondere Rolle in diesem Buch spielen die Elfen. Diese entsprechen nicht der üblichen Vorstellung, sondern sie spiegeln die alten Volkssagen wieder. Das bedeutet, sie kommen in allen möglichen und unmöglichen Gestalten vor. Die einzelnen Elfen und ihre Eigenschaften sind dabei liebevoll ausgedacht und werden sehr detailgetreu im Buch beschrieben. Den "Rüsselmops" kann ich mir bildlich vorstellen und bin froh dass sich bei mir kein "Abflussbewohner" eingenistet hat. Eine "Herdfee, die den Tee warm hält, hätte ich hingegen schon sehr gerne. Der Charakter dieser Elfen ist auch sehr unterschiedlich, wobei sie zunächst alle eine grundsätzliche Bösartigkeit zu haben scheinen. Im Verlauf der Geschichte wird allerdings deutlich, welche Ursachen dies hat und welcher Zweck dahinter steckt.
Die Handlung der Geschichte wird aber nicht nur von diesem fantastischen Effekt getragen. Hinzu kommt eine mysteriöse Geschichte um das Verschwinden von kleinen Kindern in der Gegend um das Haus der Großmutter. Dieser Aspekt macht einen großen Teil der Spannung aus. Die verschiedenen Handlungsstränge (das Verschwinden der Kinder, das Geheimnis von Tanyas Familie und das Verschwinden eines Mädchens vor 50 Jahren), welche von einem auktorialen Erzähler fast immer aus der Sicht Tanyas erzählt werden, scheinen zunächst nebeneinander herzulaufen. Zum Ende wird aber deutlich, wie eng diese Geschichten miteinander verbunden sind.
Melissa Harrison schreibt spannend und sehr fanatsievoll, aber keineswegs vorhersehbar. Die Autorin schafft es, dass es einem beim Lesen eiskalt den Rücken herunter läuft. Bis zum letzten Kapitel hätte ich nicht sagen können, was als nächstes kommt. Daher wird das Buch auch nie langweilig.

Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 pic, Hessen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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