GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Gehm, Franziska/ Kühn, Claudia,
Titel Eine Freundin zum Anbeißen
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-8337-2339-1 Reihe
Verlag Jumbo, Hamburg, 2009
Seitenzahl Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Audio-CD Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Die Vampirschwestern Daka und Silvania ziehen mit ihren Eltern aus Transsilvanien nach Deutschland um. Sie müssen lernen, wie man sich als Menschen benimmt und gehen wie normale Kinder in die Schule. Gar nicht so einfach, wenn man doch so gerne wie ein Vampir lebt, da ist das Chaos vorprogrammiert.
Beurteilungstext Daka und Silvana haben schon sehr ungewöhnliche Eltern. Ihr Vater ist ein Vampir und ihre Mutter ein Mensch. Sie werden in Transsilvanien groß und fühlen sich daher als Vampire. Nun fordert aber die Mutter ihr Recht ein und die Familie zieht nach Deutschland um. Die Zwillinge müssen in eine ganz gewöhnliche Schule gehen und ein Leben wie Menschen führen. Es ist gar nicht so einfach, sich auf einmal das Fliegen bei Tageslicht sowie die kleinen Snacks aus Fliegen und Käfern abzugewöhnen und immer darauf zu achten, dass man Spiegel meidet und sich stattdessen gründlich mit Sonnencreme schützen und wöchentlich mit einer Dentiküre die Eckzähne kürzen muss. Doch vor allem auf die kleinen übernatürlichen Fähigkeiten wie das praktische "Flopsen" d.h. von einem Ort zum anderen springen, können die beiden Mädchen nur sehr schwer verzichten. Überall lauern Situationen, in denen die Mädchen auffallen. So sind sie vorher noch nie in ihrem Leben mit einer Rolltreppe gefahren oder in einen Schulbus eingestiegen. Auch der Sportunterricht erweist sich als Abenteuer. Nur gut, dass sie eine Freundin finden, die auf Merkwürdigkeiten steht.
Aber nicht nur die Kinder haben Probleme, auch ihr Vampirvater nimmt so ziemlich alle Fettnäpfchen mit, denn er will sich so gar nicht an das neue Leben anpassen. Kein Wunder also, dass sie einem benachbarten Vampirjäger auffallen.
Die humorvolle und spannende Geschichte wird sehr gelungen von der Sprecherin Claudia Kühn gelesen. Sie verleiht jeder der Personen durch ihre Stimme einen eigenen Charakter. Daka hat eine eher raue Stimme, die ihre kratzbürstige Art widerspiegelt, während Silvana, die Künstlerin, eine weiche Note bekommen hat. Den Vampirvater liest Kühn mit einem starken Akzent, wodurch seine enge Verbundenheit mit Transsilvanien herausgearbeitet wird.
Die 155 Minuten Spielzeit fliegen bei diesem Hörvergnügen nur so dahin.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 vl, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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