GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Willberg, Hans Peter
Titel Die verflixte, verzwickte, verzweigte Geschichte vom kleinen dicken Hund
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Beckhaus, Peter
ISBN 978-3-522-43619-9 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2009
Seitenzahl 32 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Ein kleiner dicker Hund sucht nach seinen Knochen, verliebt sich in eine Hundedame und trifft andere Tiere.
Beurteilungstext Die Erstausgabe dieses Bilderbuches erfolgte 1986 in einem anderen Cover beim Ellermann-Verlag. Die neue Aufmachung des Buches wirkt modernisiert. Die Idee, aus der Vorsilbe “ver” drei Handlungsstränge zu entwickeln, wird gleich auf dem Titelbild sichtbar. Die drei Erzählstränge führen in drei Zeilen als einzige Beschriftung auf einer Seite durch das Buch. Am Ende der Zeilen steht immer wieder die Vorsilbe “ver-”, die unterschiedlich weitergeführt wird. So wird das Umblättern der Seiten zu immer neuen Erlebnissen, soll als charakteristisches Zeichen von Büchern bewusst erlebt werden.
Der dicke kleine Hund verschlief oft den ganzen Tag, aber an manchen Tagen kam er doch heraus, um zu spielen oder seinen Knochen zu suchen oder andere Tiere zu besuchen. Es bleibt ein Überraschungsmoment, wie die drei Handlungsstränge sich aus der immer wieder am Ende der Zeile stehenden Vorsilbe “ver-” entwickeln. Zuletzt werden die Zeilen wieder zusammengefügt, so dass der Hund in einer Zeile in seine Hütte zurückkehrt. Das Buch lebt von dieser Idee und den lustigen Zeichnungen von Peter Beckhaus, einem Schüler des Autoren Hans Peter Willberg, der auch Illustrator ist. Dieser dicke kleine Hund hat nicht gerade Glück, eher scheint er vom Pech verfolgt. Gerade das macht ihn für die Leser sympathisch.
Auf der letzten Seite ist ein großflächiges Bild, in dem zehn Knochen versteckt sind, als Suchbild für die Kinder angelegt. Auch wenn die Aufgabe entfernt mit dem Inhalt zu tun hat, weil der kleine dicke Hund u.a. auf der Suche nach seinen versteckten Knochen ist, erscheint mir dieser Teil überflüssig. Die Bilder zu betrachten, Einzelheiten zu entdecken, sich über den kleinen Hund auszutauschen, ist viel spannender als die Suchaufgabe, wo es allein um optische Wahrnehmung geht.
Die Neuauflage mit dem neuen ansprechenden Titelbild ist zu begrüßen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schr, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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