GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Heike Makatsch & derhundmarie & Tomi Ungerer,
Titel Die schönsten Kinderlieder - aus Das große Liederbuch
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Ungerer, Tomi
ISBN 978-3-257-80281-8 Reihe
Verlag Diogenes, Zürich, 2009
Seitenzahl Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Audio-CD Gattung  Volkslieder
Zielgruppe 4-5
6-7
8-9
ab 18
10-11
12-13
Inhaltsangabe 12 Kinder- / Volkslieder singt Heike Makatsch und lässt sich dabei vom Viel-Instrumentalisten Max Martin Schröder begleiten. Das Booklet druckt sowohl die Noten als auch den Text ab und zitiert einige Illustrationen von Tomi Ungerer, der 1974 "Das große Liederbuch" "süß und manchmal doch hinterhältig" bebilderte.
Beurteilungstext Heike Makatsch singt ohne Hall direkt ins Mikrofon und ist damit ganz nah an den Hörern. Sie könnte auch neben uns auf dem Sofa sitzen und ihren oder unseren Kindern von der "Alten Zeit" singen. Der Bogen reicht von "Hänschen klein" über den Kuckuck und den Esel und Bruder Jakob (mit Kinder-Gesangs-Unterstützung der Klasse 4a einer Berliner Grundschule) bis zu den Gedanken, die immer noch frei sind. Beim Männlein aus dem Wald verrät sie, wer es ist, der da auf einem Bein steht, ein rotes Mäntlein trägt und einen schwarzen Hut: Es ist die Hagebutte.

Hinter "derhundmarie" verbirgt sich Max Schröder, der nicht nur fast alle Instrumente selbst spielt und sich nur wenige Male Verstärkung holt, sondern er ist auch noch der Ehemann von Heike Makatsch. Aha, könnte man denken, da spielen und singen die beiden Eltern ihren Kindern Lieder vor, nehmen das auf Band auf und lassen eine CD pressen, damit wir auch etwas davon haben.
Das klingt nach "Hausmusik, ist aber in Wirklichkeit Professionalität. Die zumeist zurückhaltenden Arrangements sind so gestaltet, dass mehrfach der Bass gegen die Harmonie spielt, die Dominante schon während der Subdominante einspielt, oder trotz Harmoniewechsels auf einem Grundton verbleibt. Das schafft Spannung und gibt einen guten Kontrast zu dieser direkten Stimme.
Vorherrschend sind Saiteninstrumente, gezupfte Gitarren, Banjo, Bass, das Schlagzeug ist meist sehr zurückhaltend, benutzt mehr Besen als Sticks - das passt alles auch gut in die deutsche Folk-Szene, die ansonsten eher nur noch lokal präsent ist.

Heike Makatsch fordert uns geradezu heraus, wieder einmal die alten Liederbücher hervorzuholen und mit unseren Kindern oder Enkeln selbst kleine Singinseln in unseren Alltag zu bringen. Das große Liederbuch mit mehr als 200 Liedern ist übrigens immer noch (bei Diogenes oder im Buchhandel) zu erhalten. Ausreden gibt es also nicht.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 uhb, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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