GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Krüss, James
Titel Die glücklichen Inseln hinter dem Winde
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Biermann, Franziska
ISBN 978-3-551-35392-4 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 259 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 10-11
12-13
8-9
Inhaltsangabe Zweimal reist der Kapitän Daworin Madirankowitsch mit seinem Schiff in die Adria und trifft dort auf die Glücklichen Inseln, einmal 1945 und das nächste Mal 1956, elf Jahre später. Er erzählt in sieben Tageserlebnissen seine abenteuerlichen Geschichten, die seine Crew auf den wundersamen einzelnen Inseln erleben, wo die seltsamsten Dinge passieren.
Beurteilungstext Dieser Text entstand bereits 1958. Wie die Geschichten von den Hummerklippen sind sie Auswuchs der reichen Fantasie des Autors, der ja selbst auf einer Insel wohnte. So kannte er sich gut aus, und die Schiffsbesatzung des Kapitäns Dawo, der auf allen Weltmeeren zu Hause war, erlebt die sonderbarsten Dinge auf den einzelnen Inseln, wo jede eine originelle Struktur aufweist. Auf den Glücklichen Inseln sind die Raubtiere zahm, die Pflanzen vermögen zu sprechen und haben menschliche Züge, Tiere und Pflanzen verwandeln sich in riesige gute Wesen und sind allesamt solidarisch, berühmte Persönlichkeiten haben hier ihr Zuhause gefunden und helfen allen Bewohnern, glücklich zu werden, zu sein und zu bleiben. Selbst Angriffen von eingeschleusten Raubfischen oder -vögeln widerstehen sie und bringen diese dazu, sich hier anzusiedeln und ebenfalls glücklich zu werden. Außergewöhnliche Musik, ungewöhnliche Farben und völlig neue Strukturen der Gegenstände, mit denen man konfrontiert wird, bedingen eine neue, auf Freundlichkeit ausgerichtete Sichtweise der Beteiligten. Brechts Prinzip der Freundlichkeit lässt grüßen. So wurde die Geschichte auch zuerst in der DDR publiziert, danach erst in der BRD. Eine solch sprudelnde naive Fantasie ist schwer zu überbieten. Die epischen Bilder sind voller Exotik, die Sprache ist expressiv und und die Dialoge sind witzig.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 rene, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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