GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Schreiber, Bernd
Titel Die Container-Füchse
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-423-71371-9 Reihe
Verlag dtv, München, 2009
Seitenzahl 159 Preis 6,20 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 10-11
12-13
Inhaltsangabe “Lass die Finger vom Container, das ist mein Revier!”, faucht Svenja den ahnungslosen Florian an, der sie bei ihrer ungewöhnlichen Schatzsuche stört. Doch er lässt sich nicht abwimmeln und kommt hinter ihr Geheimnis: Ihre Familie lebt von Sozialhilfe, doch am Monatsende ist die Kasse leer- und damit auch der Kühlschrank. Svenja hat eine clevere Geschäftsidee entwickelt, in die Florian schließlich einsteigt. Doch nicht immer läuft alles so glatt und schon bald bekommt Florian kalte Füße...
Beurteilungstext Dieses Taschenbuch habe ich fast in einem durchgelesen - es ist spannend, realistisch und sehr sympathisch durch seine unterschiedlich angelegten Figuren, von denen die eine oder andere sich sicher auch im Lebensumfeld der Leser wiederfindet . Es ist in 25 kurze Kapitel gegliedert und abwechslungsreich geschrieben. Zwei große Themen bestimmen die Handlung dieser tollen Geschichte
und sind wirklich spannend zu lesen: eine sich langsam anbahnende Freundschaft zwischen Svenja und Florian, die es anfangs recht schwer hat. Da geht es um Revierverteidigung, Misstrauen, Hartnäckigkeit, Verantwortungsgefühl ,
Hilfe annehmen und Hilfe für andere sein, Vertrauen und Mut. Starke Gefühle ziehen sich durch die Handlung und fordern den Leser auch emotional. Dann finden wir im Buch eine gelungene Annäherung an ein hochaktuelles und brisantes Thema: Kinderarmut in Deutschland. Svenjas Familie ist in großer Not und sie fühlt sich verantwortlich für Bruder und Mutter und besorgt Geld, indem sie Container an Lebensmittelmärkten nach Verwertbarem absucht und das dann für 1,00 € an Hilfsbedürftige abgibt, denen es auch schlecht geht und um die sich niemand kümmert. Hier kommt ganz viel Sozialkompetenz zu Tage, die die Situation erträglicher macht für alle.
Fazit: unbedingt lesenswert und zu empfehlen, auch als Klassenlesestoff, da sind viele Diskussionen vorhersehbar und die Frage nach weiteren Lösungsmöglichkeiten für Svenjas Situation.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 gse , Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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