GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Terhart, Franjo
Titel Die Augen der Hydra
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Fredrich, Volker
ISBN 978-3-423-71370-2 Reihe
Verlag dtv, München, 2009
Seitenzahl 144 Preis 7,20 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Historische Erzählung
Zielgruppe 10-11
Inhaltsangabe Das Alte Rom zur Zeit Caesars. Die vier Spürnasen müssen dieses Mal gemeinsam mit Bella ihren entführten Lehrer Marcus Antonius befreien.
Hinter der Entführung stecken die Spione der "Augen der Hydra". Sie fordern das rätselhafte "geheime Buch vom Lande Pha" aus dem Besitz des Lehrers.
Nur dieses rätselhafte Buch, das in vier Rollen aufgeteilt ist, kann ihn retten.
Eine abenteuerliche, spannende Reise durch das alte Rom beginnt.
Beurteilungstext Das Buch "Die Augen der Hydra" ist der dritte Mitratekrimi der vier Spürnasen, die im Alten Rom Verbrechen aufklären und Unrecht ahnden.
Die vier sympathischen Hauptpersonen müssen sich dieses Mal um ihren geschätzten Lehrer sorgen. Seine Entführung gibt den Kindern Rätsel auf, die sie im Verlauf der Handlung erst ganz allmählich lösen können. Oft genug geraten sie mit ihren Ermittlungen in eine Sackgasse, das erhöht die Spannung für den Leser.
Er ist immer auf dem gleichen Ermittlungsstand wie die Kinder, geschickt verwobene Hinweise des Autors treiben die Handlung voran. Das Mitraten des Lesers wird mit Hilfe von Rätselfragen zu den Illustrationen gefordert, er muss Schlussfolgerungen aus dem Gelesenen ziehen und diese miteinander kombinieren, aber auch das Entschlüsseln von Geheimbotschaften führt zur Lösung des Falls. Ohne Lateinkenntnisse kann man die Aufgabe des 7. Kapitels nicht lösen, doch mit Hilfe des Lösungsschlüssels kann der Leser auf der Spur bleiben. Auch die Zeichnung auf Seite 107 macht die Beantwortung der gestellten Frage nur mit wiederholtem Lesen des Textes und mit Hilfe des Lösungsschlüssels möglich.
Der Krimi spielt zu der Zeit, als Cäsar Imperator in Rom war.
Hinter den Augen der Hydra verbergen sich drei Spione vor einem nicht authentischen politischen Hintergrund. Es ist nicht bekannt, ob Cäsar jemals Ägypten erobern wollte.
Terhart beschreibt die fremde Welt der Römer mit leichter Hand.
Das Bild der Straße und der Schule, Magie und Hexerei, Thermen und Theater, Ägypten, Caesar und Kleopatra, all das vermittelt er über die Erlebnisse der Protagonisten. Ein mehrseitiger Sachteil am Schluss hilft, diese Themen zu vertiefen.
Die Umgangssprache der Figuren ist stark an unsere Zeit angelehnt, lediglich die eingestreuten lateinischen Begriffe machen zur heutigen Alltagssprache den Unterschied.
Manche Metaphern wirken aufgesetzt, haben ihren Reiz jedoch in den ungewohnten Bildern. Schade, dass Cornelia so eindeutig das kluge, ehrgeizige und vernünftige Mädchen (Hermine lässt grüßen) sein muss.
Interessierte Leser ab 10 Jahren (am besten mit Lateinkenntnissen) haben mit Sicherheit große Freude am Buch.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Han, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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