GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Heinlein, Sylvia
Titel Die Sache mit den Superhelden
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Wiemers, Sabine
ISBN 978-3-939944-37-9 Reihe Tulipan Verlag
Verlag Tulipan, Berlin, 2009
Seitenzahl 48 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erstlesetext
Zielgruppe 8-9
6-7
Inhaltsangabe Die drei Freunde Micki, Jonny und Wolle lieben Comics. Am liebsten schmökern sie in ihrem geheimen Versteck und schwärmen von ihren Superhelden. Eines Tages kommen sie einem Geheimnis auf die Spur und stehen plötzlich tatsächlich ihren Helden aus dem Comic gegenüber.
Beurteilungstext Das Buch "Die Sache mit den Superhelden" gehört zur Reihe der ABC Bücher des Tulipan Verlages. Das vorliegende Buch (Lesestufe B) eignet sich für fortgeschrittene Leser (etwa 2. Schuljahr).
Die Geschichte wird aus der Sicht eines Jungen im Grundschulalter, Jonny, erzählt. Jonny und seine beiden besten Freunde Wolle und Micki haben einen Klub: "Den Klub der Besten". Sie lieben Geheimnisse, gemeinsame Treffen und haben sogar ein geheimes Klopfzeichen, so dass niemand anderes sie stören kann. Vor allem aber teilen alle drei dieselbe Leidenschaft: Sie schwärmen für Comics. In ihrem geheimen Treffpunkt, Jonnys Schuppen im Garten, lesen sie stundenlang und bewundern die Helden der Geschichten. Für immer neue Geschichten tauschen sie Comics im Comicladen. Der dortige Besitzer erscheint den Kindern allerdings unheimlich. Insbesondere die Tür mit der großen Aufschrift "Betreten verboten" weckt ihr Interesse. Sie beschließen den Besitzer zu beobachten und entdecken hinter der geheimnisvollen Tür niemanden weniger als ihre Superhelden aus ihren Lieblingscomics. Nicht sicher, ob sie sich nicht haben täuschen lassen, schicken sie den Helden einen Brief und laden sie in ihren Schuppen ein. Wenig später tauchen tatsächlich die Superhelden auf und bitten die Freunde um Hilfe. Sie erzählen, dass sie keine Aufgabe haben, da keiner mehr an Superhelden glaubt und Feuerwehr und Polizei ihre Arbeit verrichtet. Von diesem Tag an beschaffen Jonny, Wolle und Micki den Superhelden Aufträge. Da wird der schlimmste Junge der Schule mit Spucke eingeklebt oder Starman findet dank seines Röntgenblicks die Handtasche von Mickis Mutter wieder.
Kinder lieben Comics. Die verwendete Sprache, die dort gezeigten Bilder und dargestellten Fantasien werden allerdings von vielen Erwachsenen eher als nicht wertvoll eingeschätzt. "Lies doch mal ein richtiges Buch" bekommen viele Kinder dann zu hören, wenngleich die Leselust der Kinder gerade im Anfangsunterricht der Grundschule höchste Priorität haben sollte. Sylvia Heinlein greift diese Thematik auf, indem sie ein Buch über Jungen schreibt, deren größter Traum war wird: Sie treffen ihre Superhelden aus den Comics, die sich auch im Alltag als äußerst kompetente Kameraden herausstellen. Damit nimmt Heinlein die Kinder und ihre Lesewünsche auf der einen Seite ernst, auf der anderen Seite stimmt sie die Kinder ohne drohenden Zeigefinger, sondern mit viel Spaß und einer lustigen Geschichte auf das Bücher lesen ein. Sie zeigt: Auch Bücher sind durchaus lesenswert.
Der Umfang des Buches ist mit 48 Seiten durchaus schon anspruchsvoll. Allerdings ist die Schrift leicht lesbar und von der Größe für Kinder angenehm. Viele bunte Bilder lockern das Leseerlebnis auf und weisen kleine Details aus der Comicsprache auf (Wolke mit Blitz über dem Kopf, SLITSCH; ZING; ZACK als Wortspiele bei den Superhelden). Lediglich der Schluss des Buches, die Aussage der Comichelden, die Menschen würden nicht mehr an sie glauben, erinnerten zu viel an die "Unendliche Geschichte, so dass dieses Buch "nur” als empfehlenswert rezensiert werden kann.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 AS, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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