GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Nöstlinger, Christine
Titel Die Sache mit dem Gruselwusel
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Biermann, Franziska
ISBN 978-3-7017-2060-6 Reihe
Verlag Residenz, St. Pölten, 2009
Seitenzahl 58 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Joschi hat Angst. Vor Gewitter, der Dunkelheit, bösen Träumen. Seine kleine Schwester Mizzi hat nie Angst. Statt dessen schimpft sie ihren großen Bruder einen Angsthasen. Das muss anders werden. Mit Hilfe eines Gespensts will Joschi ihr endlich das Fürchten lehren.
Beurteilungstext Joschi ist ein Angsthase. Das sagt jedenfalls seine kleine Schwestern Mizzi. Und Angst hat Joschi tatsächlich. Vor Gewitter zum Beispiel. Oder der Dunkelheit, nachts in seinem Zimmer. Gerne wäre er wie seine Schwester. "Sie hat vor nichts und niemandem Angst." Doch Joschis Freund Peter ist sicher, vor einem Gespenst in der Nacht fürchtet sich auch der mutigste Mensch. Joschi bastelt sich also ein Gespenst. Aus einer Nackenrolle, einem Handtuch, Tüllstoff und Bindfaden wird der Gespensterkörper, die Ohren und Hände aus alten Handschuhen, das Gesicht pinselt Joschi mit Mamas grünem und rotem Nagellack. Schaurig gruselig wird das Gespenst schließlich durch das Einsetzten der Taschenlampenaugen. Als Joschi noch Wollhaare ankleben will, gelingt ihm das nicht. Statt am Gespensterkopf kleben sie an Joschis Fingern. "Gruselfurzwuselpups!" schimpft er. Das Wort hat er sich ausgedacht, weil seine vornehme Oma alle Schimpfworte ablehnt. Bevor Joschi aber platzt, muss er fluchen. Und weil er sich mit der Wolle an den Fingern wirklich tüchtig ärgert, sagt er es gleich drei Mal. Und das Gespenst sagt "Guten Abend." Gruselwusel, so stellt sich heraus, ist nämlich mit Nichten eine Joschi-Erfindung. Den Begriff gibt es schon ganz lange. Genauso lange wie Gruselwusel eben. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Der Plan, Mizzi Angst einzujagen, scheitert. Statt dessen treibt das Gruselwusel nur Unfug. Es ist nämlich ein Baby und Babys muss man schließlich beaufsichtigen, damit sie keinen Blödsinn verzapfen. Eh klar. Mizzi schließlich ist es, die die rettende Idee hat. Eine Mama muss her. Und so basteln Mizzi und Joschi einen großen Gruselwusel. Als die Eltern schlafen gegangen sind, erwecken sie ihn zum Leben. Glücklich sind Mutter und Kind vereint und schweben in die Nacht hinaus zur nächsten Burg.
Ja. So. Eine nette kleine Geschichte über Angst und Mut und Geschwisterliebe. Spaß machen da vor allem die Bilder von Franziska Biermann. Mit selbstbewusstem Strich und fröhlichen Farben zeichnet sie vor Begeisterung über den Rand hinaus. Unheimliche Schatten verdunkeln den Text, märchenhafte Blumenranken klettern an Seiten empor, Dunkelheit hüllt ganze Seiten in düsteres blaugrau. Begleitet wird die Geschichte von einer kleinen Spinne. Sie schleicht auf Zehenspitzen, steht im Tränenregen mit gepunktetem Regenschirm, seilt sich von oben ins Bild und knüpft Herzfäden.
Für alle jene die das Gruselwusel lieb gewonnen haben gibt es eine Bastelanleitung zum Nachbauen sowie Aufkleber für die Schulhefte. Zum Beispiel. "Ich bin ein Gruselwusel!" Und dann weiß jeder gleich Bescheid. Ja.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 ar, Bremen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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