GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Hofbauer, Friedl
Titel Die Gespensterquelle
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Wiemers, Sabine
ISBN 978-3-7017-2061-3 Reihe
Verlag Residenz, St. Pölten, 2009
Seitenzahl 128 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Obwohl die Gespensterquelle schon versiegt ist, interessieren sich viele für sie: Florian, Lena, die dort campt und auf ihre Freundin wartet, Herr Laub, Katze Katja und auch Florians Oma, die am besten von früher erzählen kann, als die Quelle noch sprudelte.
Beurteilungstext So geheimnisvoll wie der Titel sich anhört, ist auch manches in der Handlung der Erzählung “Die Gespensterquelle” der erfolgreichen österreichischen Schriftstellerin Friedl Hofbauer. Ein Leben in einem kleinen Dorf in den Bergen prägt die Familiengepflogenheiten: Florian hat Aufgaben, soll auf die Familienkatze achten, die zur Zeit immer wieder zum Platz an der ehemaligen Quelle ausrückt. Seltsam mutet die Begegnung mit einem Herrn an, der sein Aussehen verändert und plötzlich verschwunden ist, dann wieder wie ein normaler Gast auftritt. Ein Mädchen campt dort in der Einsamkeit und wollte sich mit ihrer Freundin treffen, um Probleme zu besprechen, aber die Freundin kommt nie an. Die Umstände wirken aufgesetzt und wenig real. Florian ist hilfsbereit und versorgt das Mädchen. Die beiden freunden sich an. Die Geschichte des Fremden wird geschickt mit der Gegenwart verflochten. Spannung entsteht, wenn der Leser sich fragt, wie die alten Erlebnisse, in denen Florians Großmutter eine wichtige Rolle spielt, mit den heutigen Geschehnissen verknüpft werden.
Friedl Hofbauer schreibt in einem klaren verständlichen Stil, der im Gegensatz zu den mystischen Vorgängen steht, die der Leser vermuten kann. Ein verständnisvolles Miteinander geprägt von Hilfsbereitschaft vermittelt bleibende Werte. Florian setzt sich für Lena ein und beide fühlen sich freundschaftlich verbunden - auf eine ganz natürliche Art und Weise. Die Katze spielt eine wichtige Rolle, führt die Menschen mit ihrem Instinkt. Erst zum Schluss wird klar, dass der Gast eigentlich ein Geist ist, der noch eine Aufgabe zu erfüllen hat, bevor er zur Ruhe kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob kindliche Leser die Geschichte der Großmutter, die einem flüchtenden unbekannten jungen Mann durch spontane Umarmung und Tarnung als Liebespaar das Leben gerettet hat, interessant finden. Die Handlung wird mehr durch Taten und Gespräche erzählt, Gefühle müssen erdacht werden. Eine anspruchsvolle Geschichte mit österreichischem Touch.
Die Vignetten von Sabine Wilmers, mit denen jeder neue Tag (neues Kapitel) oder jeder wichtige neue Abschnitt beginnt, sind ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die wesentliche Gegenstände oder Tiere abbilden. Die Personen bleiben der Fantasie jedes Lesers überlassen.
Mir war die Geschichte zu konstruiert, obwohl phasenweise durchaus spannend zu lesen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schr, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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