GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Hofbauer, Friedl
Titel Die Gespensterquelle
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Wiemers, Sabine
ISBN 978-3-7017-2061-3 Reihe
Verlag Residenz, St. Pölten, 2009
Seitenzahl 109 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
Inhaltsangabe Vor vielen Jahren ist es an der Gespensterquelle zu einer schicksalhaften Begegnung gekommen. Nun treffen Florian und Lena dort aufeinander und finden ein geheimnisvolles Medaillon. Wie ist es in den Wald gekommen und was hat der seltsame Herr Laub damit zu tun?
Beurteilungstext Friedl Hofbauer hat mit diesem Buch ein mysteriöses, nicht einzuordnendes Werk geschrieben. Protagonist ist Florian, ein Junge, der mit seiner Familie in einem abgeschiedenen Tal in den Bergen wohnt. Die vergessene Attraktion dieses Ortes ist die so genannte Gespensterquelle, an der vor langer Zeit etwas Unheimliches geschehen ist und an der seither Gespenster ihr Unwesen treiben sollen. An dieser Quelle trifft Florian nun auf Lena, ein seltsames Mädchen, das tagelang auf ihre Freundin wartet, die dann schließlich doch nicht in Erscheinung tritt. Dafür taucht der seltsame Herr Laub auf, der ohne Gepäck ein Zimmer mietet und anscheinend Florians Großmutter von früher kennt.
Die beiden Handlungsstränge laufen nebeneinander her und es kommt keine richtige Spannung auf. Die Handlung des Buches deckt nur fünf Tage ab und sollte deshalb für ein flottes Lesevergnügen sorgen. Doch die Geschichte ist in weiten Teilen recht langatmig. Im Mittelteil wittert man eine romantische Geschichte aus früheren Zeiten, als Florian ein Medaillon findet, das seine Großmutter damals von einem flüchtenden Jungen geschenkt bekam. Doch als sich Herr Laub dann als eben dieser Junge und zudem als Geistererscheinung entpuppt, gleitet die Geschichte ins Irreale, Fantastische ab. Auch die Rolle der Katze Katja bleibt unbestimmt. Hofbauer versucht zwar immer wieder, mit geheimnisvollen Anspielungen bestimmte Erwartungen zu wecken, doch misslingt dies leider in den meisten Fällen. Die verwendete Sprache mit speziellen österreichischen Ausdrücken hat zwar einen ganz eigenen Charme, dürfte aber nicht jedem jungen Leser geläufig sein. Außerdem ist der Preis des Buches recht hoch.
Empfehlenswert für Kinder ab 8, die eine Ader für rätselhafte, geheimnisvolle Geschichten haben.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 PIGI, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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