GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Hofbauer, Friedl
Titel Die Gespensterquelle
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Wiemers, Sabine
ISBN 978-3-7017-2061-3 Reihe
Verlag Residenz, St. Pölten, 2009
Seitenzahl 109 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Der halbwüchsige Florian trifft im Wald bei der Gespensterquelle die etwas ältere Lena und einen seltsamen Fremden. Er freundet sich mit beiden an...
Beurteilungstext Florian, ca. 12/13 Jahre, ist ein sensibler, aufgeweckter Junge, fest verwurzelt in der abgelegenen Ländlichkeit seiner (bayrischen? österreichischen?) Heimat, ohne jedoch weltfremd zu sein. Als Einzelkind hat er auch zu seiner Großmutter, die ganz in der Nähe wohnt, ein herzliches Verhältnis. Und als aufmerksamer Naturbeobachter interessiert er sich nicht nur für die geheimnisvolle Gespensterquelle im Wald (die erst nach dem nächtlichen Gewitter wieder sprudelt), sondern auch für den seltsamen Fremden, der sich bei seiner Mutter einquartiert hat und sich recht merkwürdig verhält. Doch ER ist es, der Florian das Leben rettet, als er nach dem schrecklichen Gewitter zur Gespensterquelle rennt, um Ausschau nach seiner neuen Freundin Lena zu halten. Ist Herr Laub ein Geist mit der Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen? Wieso kann er ganz plötzlich auftauchen oder verschwinden? Und welche Rolle spielt Katja, die Katze?
Mit sicherem Gespür für atmosphärische Dichte, ländliches Leben und Denken und eine geheimnisvoll unerfüllte Liebesgeschichte vom Kriegsende gestaltet die Autorin ihre ebenso handfeste wie sensibel-zarte Geschichte um den Jungen Florian und seine “zugelaufene” Freundin Lena, sowie um die fast vergessene Verbindung zwischen der Oma und dem jungen Soldaten, den sie bei Kriegsende gerettet hat. Kraftvolle Landschaftsschilderung korrespondiert ebenso souverän mit der “Geisterwelt”wie mit dem “modernen Leben” , das Fernsehen, Handy und PC beinhaltet. Die verschiedenen Charaktere der kurzen Geschichte werden sorgfältig herausgearbeitet.
Lesefreundlicher Druck und die Einteilung in einzelne Kapitel erfreuen beim Lesen ebenso wie die zarten Vignetten von Sabine Wiemers. Raffinierter Blickfang: die Einbandgestaltung!
Lektüre für “Feinschmecker” beiderlei Geschlechts ab ca. 12/13 Jahren.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 , Rheinland-Pfalz

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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