GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Manning, Lars Phillip
Titel Die Entdeckung der Dinomumie
Übersetzer / Originalsprache Schulz-Reiss, ChristineEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-7855-6517-9 Reihe
Verlag Loewe, Bindlach, 2009
Seitenzahl 63 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Sachbilderbuch
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Der jugendliche Tyler findet eine Dinosauriermumie, die er gemeinsam mit einem Paläontologen und vielen anderen Helfern ausgräbt und im Labor untersucht. Dabei werden neue Erkenntnisse gewonnen.
Beurteilungstext Das tolle Cover mit einem sehr lebensecht wirkenden Dinoauge wird jeden kleinen und größeren Dinointeressenten ansprechen, dieses etwas anders gemachte Buch über jene Urzeitwesen aufzuschlagen. In einem ersten Teil erlebt der Leser den (noch) lebenden Saurier in den Stunden vor seinem Tod. Recht dramatisch wird hier im Präsens erzählt; die nicht sehr poetischen Formulierungen lassen jedoch kein wirkliches Versinken aufkommen, und dass dem Saurier menschliche Gefühle zugeschrieben werden, wirkt störend. Schließlich ist jener tot; die genauen Umstände seines Todes werden ausgespart; hier versagt der allwissende Erzähler.
Wer sich von diesem etwas holprigen Beginn nicht hat abschrecken lassen, erlebt nun in einem zweiten Teil die Ausgrabung des inzwischen mumifizierten Sauriers detailliert mit. Und das ist wirklich spannend. In einem dokumentarisch wirkenden Gemisch von Ich-Erzählung des beteiligten Paläontologen sowie Fotos und erklärenden Beschriftungen wird Sachwissen vermittelt. Außerdem erfährt man, wie die wissenschaftliche Leidenschaft beim 16-jährigen Finder und beim schon gestandenen Paläontologen in der Kindheit begonnen hat und nun Motor ist für neue Erkenntnisse. Diese ergeben sich vor allem im dritten Teil, in dem die Untersuchung der geborgenen Mumie im Labor beschrieben wird. Zum Schluss ergibt sich zudem eine These, wie der Saurier ums Leben gekommen sein könnte.
Obwohl der Text zuweilen recht komplexe Dinge transportieren will, ohne immer eine wirkliche Vorstellung im Leser wecken zu können, erfährt man hier eine ganze Menge. Es wird verständlich, dass erst durch die Analyse von Funden überhaupt eine Vorstellung von Aussehen und Lebensweise der Tiere entsteht und sich diese Erkenntnisse auch heute noch ausdifferenzieren.
Ein Glossar am Ende erklärt Fachbegriffe, und zuvor informiert eine launig gemachte Aufstellung darüber, welche Tiere noch am Fundort lebten. Sie werden in einer Art Interview vorgestellt.
Wenn auch nicht alles klar wird - Anreiz für eine weitere Beschäftigung mit der Materie und der ja tatsächlich gefundenen Mumie ist dieses Buch allemal.

Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 sr, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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