GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Glitz, Angelika und Sönnichsen, Imke,
Titel Der tapfere Toni
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-522-43605-2 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2008
Seitenzahl 28 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
Inhaltsangabe Eines Sonntagsmorgens schlägt der Vater seinem fünfjährigen Sohn Toni einen Männertag vor um Abenteuer zu erleben. Die Beiden machen sich mit dem Auto auf den Weg zu einem Berg und wollen das Bergungeheuer besuchen. Auf dem für ihn doch beschwerlicheren Weg zum Gipfel sucht Toni dieses vergebens. Muss er zu diesem Zeitpunkt so kurz vor dem Ziel nach den Worten des Vaters doch sehr tapfer sein. Am Ende rettet Toni sich und seinen Vater ganz pfiffig und beide sind “... die Allertapfersten.”
Beurteilungstext Das vorliegende Bilderbuch erzählt eine fröhliche Vater - Sohn - Geschichte, die durch die farbenfrohen doppelseitigen Illustrationen richtig gut “in Szene gesetzt wird”. Während die vom Umfang angemessenen Textanteile durch die wörtliche Rede zum lebendigen Vorlesen verlocken, bringen die Bilder Atmosphäre in die erzählte Zeit von ein paar Stunden eines Sonntags. Die beiden Protagonisten werden dadurch nahezu “lebendig” in ihrer Körpersprache, Mimik und Gestik.
Herrlich wie Toni gleich am Anfang unter der Bettdecke hervorspringt, als ihm sein Vater ein Abenteuer verspricht. An der Zimmereinrichtung können Kinder im Vorschulalter und Erwachsene gleich erkennen, dass dieser Junge Abenteuer liebt, auch wenn das wohl nicht unbedingt die Berge sein müssen, wie sich erst später herausstellen wird.
Kinder und Erwachsene werden gleichermaßen ihre Freude an diesem Buch haben - ein überzeugter Vater verkündet zu Beginn “Wenn ich bei dir bin, kann dir nichts geschehen.”, was seinen Sohn doch eher skeptisch aussehen lässt. Gegen Ende des Buches sieht die Vater - Sohn - Beziehung ganz anders aus, denn Toni strahlt. “Was für ein Abenteuer.” und der Vater lehnt erschüttert, fast hilflos am Zaun.
Dieses Buch schafft viele Erzählanlässe, sei es über den Text oder die Illustrationen, zum Beispiel wenn die Fliegen um den Schwanz eines braunen Tieres schwirren. Von der Sache her soll das braune Tier ein Bulle sein, doch bedauerlicherweise ist daraus kein Klauentier, sondern ein Huftier mit großer Ähnlichkeit zu einem Elch geworden, dessen Hörner so auch nicht stimmen. Hier haben es auch die jüngsten Adressaten verdient über das Bild sachlich richtig informiert zu werden. Schade ist zudem auch, dass die Textstelle “Da wird Papas Gesicht weiß wie die Gänseblümchen auf der Wiese.” bildlich gar nicht aufgenommen wird. Junge Leser entdecken dieses Missverhältnis sofort. So gehen wertvolle Erzählanlässe verloren.
Insgesamt macht “Der tapfere Toni” nicht nur den Jungen viel Freude beim Vorlesen, Weitererzählen und intensiven Betrachten, denn gerade sie brauchen Identifikationsfiguren in Bilderbüchern. Hoffentlich erleben Toni und sein Vater noch mehr Abenteuer für die junge Zielgruppe.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 abj, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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