GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Bougaeva, Sonja
Titel Der kleine Polarforscher - Ein Tagebuch
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Bougaeva, Sonja
ISBN 978-3-7152-0567-0 Reihe
Verlag Atlantis bei Orell Füssli, Zürich, 2009
Seitenzahl 32 Preis 13,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Der kleine Polarforscher lebt allein in Eis und Schnee, wo er das Wetter beobachten und Messungen anstellen soll. Doch auf mysteriöse Weise verschwinden seine Vorräte und der kleine Forscher findet heraus, dass er gar nicht so allein ist, wie er dachte. Als es ihm schließlich gelingt, den Dieb zu entlarven, ist er überrascht, einen Eisbären vorzufinden, der sich das Leben am Nordpol ganz anders vorgestellt hat und schnellstmöglich wieder zurück zum Zirkus möchte, aus dem er eigentlich stammt.
Beurteilungstext Dieses Buch erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Begegnung, die unter abenteuerlichen Umständen stattfindet und eine kuriose, zugleich aber ulkige Vorgeschichte zu Tage befördert.
Geschrieben ist die Erzählung aus der Sicht des kleinen Polarforschers, der in einem Tagebuch sowohl seine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse als auch die Ergebnisse seiner Messungen festhält. Mit jedem Tag an dem die Vorräte knapper werden und sich neue Spuren eines Unbekannten finden, steigt die Angst des Forschers und zugleich die Spannung beim Leser. Da die Hinweise allerdings (bewusst) äußerst unstimmig und eigenartig sind, ist die Auflösung für den Protagonisten und die Leser gleichermaßen überraschend, denn mit einem vermenschlichten Eisbären hätten wohl beide nicht gerechnet. Der Eisbär, der in einem deutschen Zirkus aufgewachsen ist, ist an das "wilde" Leben am Nordpol nicht gewöhnt und sucht daher die menschliche Nähe. Zum Schutz vor der Kälte trägt er eine Decke um die Schultern und Plastiktüten um die Füße, er isst nichts lieber als Schokolade und Kekse und kann mühelos mit einem Dosenöffner umgehen.
Die Bilder dominieren in diesem Buch und entsprechen in ihrer Gestaltung der Stimmung und Atmosphäre der Geschichte. Die weichen, runden und verschwommenen Konturen illustrieren die eisige Kälte und die peitschenden Winde am Nordpol. Die Farben bewegen sich im Bereich der Erdtöne und wirken eher matt, zeitweise sogar etwas düster, was zusätzlich die steigende Spannung unterstützt.
Insgesamt überzeugt das Buch durch eine außergewöhnliche Geschichte, die witzig und spannend geschrieben ist und mit viel Liebe zum Detail illustriert wurde.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 VA, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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