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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
McGowan, Anthony |
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Titel |
Der Tag, an dem ich starb |
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Übersetzer / Originalsprache |
Ganslandt, Katarina / Englisch |
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Illustrator |
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ISBN |
978-3-473-35309-5 |
Reihe |
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Verlag |
Ravensburger, Ravensburg, 2009 |
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Seitenzahl |
250 |
Preis |
16,95 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
Büchereigrundstock |
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Medienart |
Buch: Hardcover |
Gattung |
Adoleszenzroman |
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Zielgruppe |
14-15 16-17 ab 18 |
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Inhaltsangabe |
Paul ist gestorben. Mitten auf dem Schlachtfeld des Lebens ist er ins Messer gerannt. Da kann auch die Mathematik nichts mehr ausrichten. Doch vorher erzählt er, wie es zu seinem Tod kommen konnte.
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Beurteilungstext |
Keiner gibt zu, dass er Angst vor dem Tod hat. In Büchern und Geschichten machen die Leute sich über den Tod lustig und tun so, als wäre Sterben kein großes Ding. Also, ich habe Angst vor dem Tod. Angst davor, dass mein Körper stirbt. Dass meine Seele stirbt. Davor, dass der Tod mich jetzt hier finden könnte, hier auf der Zigeunerwiese." Denn mitten auf dieser Wiese treffen sich zwei verfeindete Gruppen. Sie kommen von unterschiedlichen Schulen, sie bekämpfen sich bis aufs Blut. Doch sie sprechen die selbe Sprache. Die der blinden Wut, der Verachtung, der Demütigung und Grausamkeit. Der Ohnmacht. Paul steht mitten drin. Fast wäre er dem Wahnsinn entkommen. Fast hätte er sich auf die Seite der Guten stellen können. Die Chance war so nah. Er hätte nur "nein" sagen müssen. Er hätte nur stark sein müssen. Mutig. Aber das war er nicht. Wie kann das einer sein, der keiner Clique angehört. Der wie ein Schatten versucht, ungesehen zu überleben. Und dann haben sie ihn doch wahrgenommen. Die Bösen. Und die Guten. Anthony McGowan, Philosoph und ehemaliger Türsteher eines Nachtclubs, kennt die Abgründe der Seelen. Weiß um die Kraft des Bösen, um die Sirenengesänge der Macht, gesungen mit den Stimmen der Demütigung, der Verachtung und unmenschlichen Gewalt. Schonungslos setzt er seinen Protagonisten den Verlockungen der Welt aus - und Paul verliert. "Denn ihr müsst wissen, dass die grausamen Götter mächtiger sind als die gütigen und dass es am Ende immer sie sind, die den Sieg davontragen." Es ist ein langsamer Tod. Ein Kampf voller Lichtblicke, vertaner Chancen und verlorenen Glücks. Paul hat das Messer und er benutzt es. Er ist kein Opfer. Er ergreift es, um sein Leben zu verteidigen. Und verliert seine Seele. Nicht sein Körper stirbt, es ist sein Herz das aufhört zu fühlen. "Ich starb in meinem Herzen, starb in meiner Seele und in meinem Gehirn." Paul hatte die Wahl. Er ist verantwortlich für sein Handeln. Er hätte sich für das Gute entscheiden könne, aber es ist anders gekommen. "Es war wie in einem Albtraum, in dem man von einem Monster gejagt wird und seinen Atem schon im Nacken spürt, und dann merkt man plötzlich, dass das Monster direkt vor einem steht und man genau darauf zurennt." Er hatte nicht die Kraft, sich zu wehren. McGowan richtet nicht, er berichtet. Mit einer gnadenlosen Offenheit erzählt er vom Kampf zwischen Gut und Böse, vom Krieg um die Seele eines ganz normalen Jugendlichen, irgendwo auf einer Wiese dieser Welt. Und wir hören Paul zu, fassungslos, machtlos. |
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Bewertung |
sehr empfehlenswert |
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Rezensent |
ar, Bremen |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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Die Rezension ist der Datenbank unter
www.ajum.de entnommen. |
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