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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
Ani, Friedrich |
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Titel |
Das unsichtbare Herz |
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Übersetzer / Originalsprache |
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Illustrator |
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ISBN |
978-3-423-62386-5 |
Reihe |
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Verlag |
dtv, München, 2009 |
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Seitenzahl |
249 |
Preis |
8,95 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
Klassenlesestoff |
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Medienart |
Buch: Taschenbuch |
Gattung |
Erzählung |
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Zielgruppe |
12-13 |
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Inhaltsangabe |
Merit, Frederick und Dennis haben eines gemeinsam. Sie wurden künstlich gezeugt und kennen ihre richtigen Väter nicht. Als die drei, unabhängig voneinander, davon erfahren, wirft sie die Nachricht völlig aus der Bahn. Aber alle haben den gleichen Wunsch: Sie möchten ihren Erzeuger finden. Also macht sich jeder auf die Suche. |
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Beurteilungstext |
Merit, Einzelgängerin, aufbrausend und eher derb in ihrer Sprache, ist 17 Jahre alt. Ihr Mutter ist gerade erst gestorben und hat ihr kurz vorher gebeichtet, dass Merit künstlich gezeugt wurde und ihr damaliger Ehemann nicht ihr Vater ist. Frederik, 15, international erfolgreicher Nachwuchspianist, ständig in Gedanken lebt er hinter einer zentimeter dicken Glaswand. Sein biologischer Vater war eine Samenspender, weil sein Vater keine Kinder zeugen kann. Dennis, auch 15, Sprinter, träumt von Olympia und ist taub wie seine Mutter. Er wurde künstlich gezeugt, weil seine Mutter ein gehörloses Kind haben wollte. Merit, Frederik und Dennis lernen sich in einem Chatroom kennen. Alle drei haben erst vor kurzem erfahren, dass sie ein aufgetautes Herz haben. Die Wahrheit, lange von den Eltern verschwiegen, wirft sie völlig aus der Bahn. Merit ist wütend und verzweifelt. Birge, die mit ihrer Mutter in einer lesbischen Beziehung gelebt und die Vaterrolle übernommen hatte, versucht trotz ihrer großen Trauer, Merit nahe zu sein. Merit lässt das lange nicht zu, hält sie für weinerlich, schreckhaft und schwach, nennt sie verächtlich Witwer und hasst sie zeitweise sogar. Frederik hört auf, Klavier zu spielen. Die Eltern weichen seinen Fragen aus. Sie wollen nicht darüber reden. Wir lieben dich doch, sagen sie und glauben, damit ist alles in Ordnung. Dennis ist schockiert, als er erfährt, dass er nur deshalb künstlich gezeugt wurde, damit er gehörlos zur Welt kommt. Er findet das unverständlich und absolut abartig. Wie Frederik wendet er sich von den Eltern ab und verlässt das Elternhaus. Merit schlägt Frederik und Dennis vor, ihre Väter zu suchen. Aber je länger und intensiver die Suche wird, um so mehr erkennen sie, dass sie eigentlich gar nicht ihren Erzeugen finden wollen. Als Leser ahnt man schnell, dass diese Suche nicht erfolgreich sein kann... Das unsichtbare Herz ist ein Roman, der den Leser von Anfang an fesselt. Er ist ebenso ergreifend wie offen aber auch hektisch und teilweise in der Wortwahl befremdlich. Ani benutzt eigenwillige Wortneuschöpfungen wie z.B. für Frederik Innenworte und Außenworte, Albgedanken. Auch die Sätze sind teilweise ungewöhnlich. Sein war das wichtigste. Er hatte nämlich den Verdacht, dass er angefangen hatte zu sein. Ein Sein zu haben. Ein Innensein. Abseits seines Talents , oder seiner Begabung, oder seines Genies. Genie war ein Außenwort, vielleicht das äußerste Außenwort, ohne jeden Sinn. Merit benutzt eher aggressive Wörter, diese sind den Lersern sicher bekannter. Ein außergewöhnlicher Roman, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.
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Bewertung |
sehr empfehlenswert |
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Rezensent |
cbk, Niedersachsen |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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Die Rezension ist der Datenbank unter
www.ajum.de entnommen. |
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