GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Strich, Christian
Titel Das große Balladenbuch
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Hauptmann, Tajana
ISBN 978-3-257-01014-5 Reihe
Verlag Diogenes, Zürich, 2009
Seitenzahl 150 Preis 34,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Balladen
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Vor dem Vergessen bewahrt diese Balladensammlung deutscher Dichter aus drei Jahrhunderten. Illustriert mit farbigen und schwarz-weißen Zeichnungen und geschützt durch einen Schuber, ist es ein Hausbuch für die ganze Familie.
Beurteilungstext Im Format 27 x 23 cm versammelt das ansprechende Buch 74 Balladen, bekannte und weniger bekannte. Chronologisch angeordnet - begonnen mit dem uralten Volkslied von den zwei Königskindern über die klassischen Kunstballaden bis hin zu Erich Kästner und Georg Kreisler - gibt es damit auch einen zeitlichen Überblick über diese Literaturgattung. Da begegnen dem Leser so altbekannte Texte aus der Schulzeit wie “Die Bürgschaft” von Schiller oder Theodor Fontanes anrührende Ballade von “Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland”.
Diese Mischform literarischer Gattungen - aus Epik, Dramatik und Lyrik - eignet sich auch heute noch für Kinder und Jugendliche, weil sie - sei es durch das naturmagische, das historische oder das kabarettistische Moment - fesseln kann. Und so bietet diese Sammlung bereits für Grundschulkinder Lesestoff, aber auch bis ins hohe Erwachsenenalter: ein echtes Hausbuch.
13 ganzseitige, aquarellhaft kolorierte Zeichnungen erzählen auf eigene, detaillierte Weise. Zwischendurch werden die Texte von kleinen schwarz-weißen Darstellungen illustriert und belebt. Die Bilder sind handwerklich gekonnt, liebevoll gestaltet und sprechen emotional an.
Zur einfachen Orientierung und Suche gibt es vorweg das Inhaltsverzeichnis, in dem lobenswerter Weise die Lebensdaten der Dichter aufgeführt sind, und im Anhang ein alphabetisches Verzeichnis der Gedichtanfänge und -überschriften. Letztere sind zur Unterscheidung kursiv gedruckt. Leider ist bei den beiden Erich-Kästner-Texten ein Missgeschick passiert: Die letzten drei Strophen des Loreley-Gedichtes sind abgetrennt und nach der letzten Strophe des Maskenball-Gedichtes gemeinsam auf die Seite 144 geraten.
Ein sonst gut gestaltetes Buch, dem man eventuell noch ergänzend einige Hintergrundinformationen im Anhang hätte beifügen können zu historischen Fakten, z. B. zur “Brück’ am Tay”, zu “John Maynard” oder zu Brechts “Entstehung des Buches Taoteking ...”.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 RSchV, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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