GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Schatz, Eva
Titel Dackel Franz sucht seinen Schwanz
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Straßer, Susanne
ISBN 978-3-7017-2057-6 Reihe
Verlag Residenz, St. Pölten, 2009
Seitenzahl 26 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
0-3
Inhaltsangabe Eines Morgens hat Dackel Franz keinen Schwanz mehr. Und ohne Schwanz ist er unglücklich. Also macht er sich auf die Suche. Auf jeder der dann folgenden Seiten ist der Schwanz in diesem Bilderbuch zu sehen, aber Dackel Franz guckt bei seiner Suche nicht immer so genau hin, wie er sollte. Auf dem Markt, bei der Nachbarin, auf dem Seeräuberboot, im Zirkus... die betrachtenden Kinder können den Schwanz sehen, nur Franz nicht. Am Ende aber wird alles gut.
Beurteilungstext Franz war ein glücklicher Hund. Und wenn er besonders glücklich war, wedelte er mit dem Schwanz. Wenn er seine Freunde begrüßte. Wenn er eine Wurst bekam. Wenn er eine hübsche Hundedame traf."
Viel mehr Text findet sich auf keiner der dreizehn 20x28 cm großen bebilderten Doppelseiten. Und das braucht es auch nicht, denn die Autorin versteht etwas von der KRAFT und NACHHALTIGKEIT, die wenige ausgewählte Sätze und Informationen haben können, wenn sie in einem BILDERBUCH für 2-bis 5-Jährige neben großflächig und trotzdem detailreich gestalteten farbigen Abbildungen stehen und trotzdem - von Vorlesern richtig eingesetzt - ihre bild-ergänzende Wirkung entfalten sollen.

Auf diesem ersten Bild sieht man einen GLÜCKLICHEN Hund mit Wurst im Maul und einem Schwanz an der richtigen Stelle. Die Sonne lacht und alles ist o.k. Im zweiten Bild ist die Hundewelt durcheinander. Irgendwas war anders. Etwas fehlte. Als Franz mit seinem Schwanz wedeln wollte, war der nicht mehr da. Und auch die Sonne und der Papagei konnten ihm nicht verraten, was mit seinem Schwanz geschehen ist. Also machte er sich auf die Suche.

Szene für Szene, Bild für Bild geben Franz die Möglichkeit, seinem verlorenen Schwanz auf die Spur zu kommen. Er fragt die Frau Hummel aus dem Nachbarshaus, den Pudel an der Ecke, die Marktfrau und den Metzger. Auch im Zoo, im Zirkus, im Park und am See schaut Franz sich vergeblich um. Vieles gibt es zu begucken und zu beschnuppern, aber Franz bleibt schwanzlos, ratlos, unglücklich. Dabei hätte er überall dort, wo er gesucht hatte, nur genauer hinschauen müssen. Denn in jedem Bild hat die Illustratorin Susanne Straßer mit sprühender Phantasie und hintergründigem Witz den gesuchten Schwanz auf überraschende Weise versteckt und eingebaut. Im Park ist der Schwanz der Körper einer Libelle, am See der Säbel des Piraten und im Zoo der Stoßzahn des Elefanten.

Erst auf dem Heimweg erblickt der Dackel einen Schimpansen. Weil Nasenaffen, Brillenaffen, Brüllaffen, Bartaffen, Stummelaffen und Löwennäffchen alle einen Schwanz haben, nur er nicht, hatte der sich den Dackelschwanz mit einem Bindfaden umgebunden. "Franz überlegte nicht lange. Er pflückte Blumen, sammelte Federn und Zweige und bastelte den schönsten SCHIMPANSEN-SCHWANZ auf der ganzen Welt. Der Schimpanse bedankte sich überschwänglich und versprach, nie wieder ein Tier zu beklauen. Franz aber steckte sich glücklich seinen alten Schwanz ans Hinterteil und hörte nie wieder auf zu wedeln."

Susanne Straßer und Eva Schatz ist eine zauberhafte Bilder-Such-Geschichte gelungen, die vom Cover bis zur letzten Seite stimmig inszeniert und umgesetzt wurde. Solche Bilderbücher brauchen kleine Kinder von 2 bis 5 Jahren, wenn sie in fortgeschrittenem Alter immer noch Bücher lieben sollen. Die Anschaffung lohnt sich also und ist sehr empfehlenswert.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 nb, Bayern

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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