GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Schoon, Oliver
Titel Chaos in der Hanse
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-7961-1944-6 Reihe
Verlag Schünemann, Bremen, 2009
Seitenzahl 66 Preis 16,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Comic
Zielgruppe 14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Hier kann man sie erfahren, die Wahrheit über die Bremer Stadtmusikanten. Der ewige Streit zwischen Hamburg und Bremen wird ja nicht nur im Fußball ausgetragen. Die Frage ist einfach und die Antwort auch schon lange klar: Hamburg hat das Tor zur Welt und die Bremer haben den Schlüssel dazu.
Beurteilungstext Diese Feststellung ist auch Grundlage der Geschichte. Die Hamburgerianer vom Planeten Hamburg sind im Anflug auf Bremen. Sie müssen dringend das Tor zur neuen Zeit öffnen bevor es sich auflöst und wie sollte es anders sein, es fehlt ihnen der passende Schlüssel. Die grimmig aussehenden Agenten landen an einem Freitag dem 13. im Jahre 1610 mitten in Bremen. Die Schlachte mit mehreren Koggen am Anleger, das Schnoorviertel, das unverkennbare Rathaus, der Roland und natürlich der Dom sind Schauplätze für die Agenten. Die drei schlendern mit vielen "Arrgh, Gähn, Arr, Klick" und "Rums" durch die Seiten des Buches. Der Comic ist in sehr, sehr düsteren Farben gehalten. So muss es im Mittelalter wohl ausgesehen haben. Die Figuren haben alle sehr ausgeprägte Gesichter mit verzerrten Mündern und die Gestalten sind nicht gerade vertrauenserweckend. Natürlich kriegen die Hamburgerianer den Schlüssel nicht, denn in Bremen gibt es ja auch noch die Stadtmusikanten, die ja bekanntlich schon mal gefährliche Räuber verscheucht haben.
Oliver Schoon hat seinen Comic und den Trickfilm "Chaos in der Hanse" als Diplomarbeit eingereicht und als Buch mit DVD veröffentlicht. Dieses außergewöhnliche Buch ist sehr verwirrend und unruhig und eben sehr düster. Der Film hingegen hinterlässt schon einen etwas anderen Eindruck. Hier wirken die schwarzen Farben nicht mehr so erdrückend. Als Erstlingsarbeit ist das Buch bemerkenswert und für Lokalpatrioten ein kleines Highlight in der Sammlung der Bremensien.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 WB, Bremen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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