GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Tison, Annette / Taylor, Talus,
Titel Barbapapa - Der Garten
Übersetzer / Originalsprache Lüthi, AndreaFranzösisch
Illustrator
ISBN 978-3-7152-0574-8 Reihe Die kleine Barbapapa-Bibliothek
Verlag Atlantis bei Orell Füssli, Zürich, 2009
Seitenzahl 24 Preis 4,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
0-3
Inhaltsangabe In dieser Folge der Barbapapa-Serie erfindet Barbarix einen Super-Dünger, der die Pflanzen in Windeseile wachsen lässt. Doch da die Pflanzen nun zu groß sind für die Wohnung, draußen aber erfrieren würden, sobald es kalt wird, bauen die Barbapapas ein Treibhaus, indem die Pflanzen überwintern können.
Beurteilungstext Auch in dieser Geschichte beweisen die Barbapapas wieder ihre Formbarkeit sowie ihre Gestaltungsvielfalt, indem sie sich in zahlreiche Gebilde verwandeln und auf diese Weise ihr Aussehen stetig verändern. Für Leser jedoch, die bisher nicht mit dem Phänomen "Barbapapa" vertraut sind, könnte die Wandlungsfähigkeit der Charaktere zunächst unerkannt bleiben, da die Verwandlungen keine für die Handlung bedeutende Funktion erfüllen. Außerdem könnte es für die Kinder schwierig werden, die unterschiedlichen Gestalten zu identifizieren, da die Bilder sehr überladen sind und daher eine Art Reizüberflutung bei den jungen Lesern auslösen könnten. Aufgrund der Fülle von Farben, Formen und Aktivitäten auf den Bildern sind diese sehr unübersichtlich und erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration. Bei intensiver Betrachtung jedoch bieten sie aufgrund ihrer Vielfalt auch viel für die Kinder zu entdecken, da ihnen auch beim mehrmaligen Betrachten immer wieder neue Details auffallen werden, sodass die Bilder auch über einen längeren Zeitraum interessant bleiben.
Doch nicht nur die Bilder rufen Kritik hervor, sondern auch der Text weist einige Defizite auf. Oftmals werden die komplexen Bilder allein durch einen Satz beschrieben, der zusätzlich zum Teil auch noch grammatisch fragwürdig ist. Zudem besteht häufig keine Verbindung zwischen den einzelnen Sätzen, sodass Erklärungen durch den Vorleser erforderlich sind. Auch auf inhaltlicher Ebene bedarf es vielfach Erklärungen, da die angestrebte Zielgruppe allein kaum zu verstehen in der Lage ist, was ein Treibhaus ist. Weiterhin könnten die selbst gezüchteten Früchte, die die Barbapapas nun im Winter genießen können, zu Verwirrungen bei den Kindern führen, da zuvor lediglich von "Pflanzen" die Rede war, die primär durch Kakteen illustriert wurden und die für gewöhnlich keine Früchte tragen.
Positiv hervorzuheben ist jedoch die Präsentation der einzelnen Familienmitglieder sowohl zu Beginn als auch am Ende des Buches, da die Kinder somit mit den Figuren und deren Namen vertraut werden.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass diese Folge der Serie für Barbapapa-Neulinge mit einigen Schwierigkeiten verbunden sein könnte und bei jungen Lesern möglicherweise keine autonome Rezeption zulässt. Für Kenner und Fans der Serie wird aber auch dieses Abenteuer der kultigen Familie ein besonderes Lesevergnügen bereiten und eine Bereicherung darstellen.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 VA, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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