GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Dowd, Slobhan
Titel Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort
Übersetzer / Originalsprache Naoura, SalahEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-551-58208-9 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 368 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Der achtzehnjährige Fergus lebt 1981 in Nordirland. Inmitten der Bürgerkriegsunruhen mit Gewalt und Hungerstreik seines Bruders versucht er, ein ganz normales Leben zu führen, mit abenteuerlichen Erlebnissen bei der Entdeckung einer Mumie im Torf und mit Erfahrungen in der ersten Liebe zu Cora, dem Mädchen aus Dublin.
Beurteilungstext Das Buch erfordert schon einen erfahrenen Leser. In dem Roman werden nämlich vier Erzählstränge miteinander verknüpft, die ihren Bezugspunkt jeweils in der Geschichte des jugendlichen Protagonisten haben. Alles spielt sich im Sommer 1981 in Nordirland ab.In einem Erzählstrang geht es um den Konflikt im Irland der achtziger Jahre. Fergus scheint sich zwischen den verfeindeten Lagern zu bewegen und dies in zweierlei Hinsicht, zum einen passiert er beim morgendlichen Jogging ständig die Grenze zwischen den verfeindeten Parteien und er freundet sich dabei mit dem Grenzposten an , der für ihn ein ganz normaler Jugendlicher wie er selbst ist. Um so mehr trauert er, als dieser bei einem Anschlag stirbt. Auf der anderen Seite steht sein Bruder Joe und dessen Freund Len. Beide wollen die Anerkennung ihrer Bürgerrechte und Mitsprache im Parlament. Beide müssen ins Gefängnis und treten dort in den Hungerstreik. Fergus tut alles, um seinen Bruder von dem tödlichen Unternehmen abzubringen. Am Ende des Romans scheint er Erfolg zu haben ,während Len stirbt. Ein weiterer Handlungstrang betrifft das Mädchen Mel. Bei einem illegalen Torfstechen mit seinem Onkel stößt Fergus auf eine Moorleiche. Die Polizei wird gerufen und bei den dann folgenden Untersuchungen wird festgestellt, dass das Mädchen , das nun alle Mel nennen, schon Jahrhunderte im Moor liegt. Um den prähistorischen Fund kümmert sich dann eine Archäologin aus Dublin , die mit ihrer Tochter Cora bei der Familie von Fergus wohnt. Zwischen den beiden jungen Menschen entwickelt sich bald eine innige Liebesbeziehung, die wiederum eine eigene Episode in der Handlung bildet. Kursiv gedruckt finden sich im Text immer wieder Stellen, in der Fergus von dem Moormädchen träumt, die ihr schönes Land auf ihre Art erlebt.
Der interessante und spannende Jugendroman führt jugendliche Leser in ein Land Europas, das auch in unseren Zeiten von bürgerkriegsähnlichen Unruhen erschüttert wurde. Aber auch das ganz persönliche Schicksal des jugendlichen Protagonisten, der Fall des Mädchen Mel und die erste Liebe zu Cora werden die Leser berühren.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schl, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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