GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Chotjewitz, David
Titel Am Rande der Gefahr
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-551-35752-6 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 253 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 16-17
ab 18
Inhaltsangabe Der 17-jährige Schüler Jan Hobel erzählt sein Abenteuer, in das er während eines Besuches bei seiner Mutter in Indonesien gerät, die dort als Architektin arbeitet. Der Junge wird als Bote benutzt, denn er überbringt eine größere Summe an eine Umweltschutz-Organisation, die just gegen die Interessen arbeitet, die seine Mutter vertritt. So sind gewaltige Konflikte unausweichlich.
Beurteilungstext Die Szenerie in Jakarta ist undurchsichtig. Der Ich-Erzähler ist mittendrin in den Auseinandersetzungen, die zwischen deutscher Botschaft, Geheimdienst der Einheimischen, Umweltschützern und Konzernen schwelen, die den Regenwald schamlos roden, um Freizeitparks darauf zu errichten. Einerseits ist die abenteuerliche Reise des Jungen linear erzählt, die voller exotischer Begegnungen abläuft und mitunter realistisch kaum zu begreifen ist, andererseits sind darin die notwendigen Informationen über die Situation des Landes, seiner Geschichte und der strukturellen Besonderheiten eingeflochten, die in den Mund von Personen gelegt werden, so dass der Fluss der Erzählung darunter leidet, obzwar die Informationen benötigt werden, sonst würde man die Konflikte nicht verstehen. Jan soll eine Riesensumme an einen Kämpfer für das Recht der unterdrückten Bauern übergeben, denen man das Land unrechtmäßig wegnahm, und dabei gerät er zwischen die Fronten. Seine Mutter ahnt nichts von den Machenschaften ihres Sohnes, jedoch ihre Vertrauten wissen über alle Schritte ihres Sohnes Bescheid. Und der sich zunächst getarnt gebende Partner wird Jans Begleiter. Sie erleben mysteriöse Dinge zusammen, eine Liebesgeschichte zu Ria entwickelt sich nebenbei, so dass das Geschehen total überfrachtet erscheint. Politische Deklarationen wechseln mit ökologischen Konflikten, private Szenen der Hobels mit undurchsichtigen Intrigen der Gremien, so dass man kaum noch ein noch aus weiß, wer auf welcher Seite für oder gegen wen agiert. Als Jugendbuch würde ich es nur für ältere Leser empfehlen, wenn überhaupt.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 rene, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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