GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Schulß, Axel
Titel Als Otto das Herz zum ersten Mal brach
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Bunge, Susanne
ISBN 978-3-414-82217-8 Reihe
Verlag Boje, Köln, 2009
Seitenzahl 42 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 10-11
12-13
Inhaltsangabe Durch einen tragischen Unfall verliert Oskar seine Freundin Annie. Von jetzt auf gleich ist für den Jungen nichts mehr so wie es vorher war. Gefühle und Erinnerungen kommen in Otto hoch. Diese versucht er zu verarbeiten. Er lernt wie wichtig es ist über den Tod von Annie zu reden und erfährt mit der Trauer umzugehen.


Beurteilungstext Das Thema "Tod" ist unumstritten ein schwieriges. Ganz besonders dann, wenn Kinder sich mit dieser Thematik auseinander setzen müssen. "Als Otto das Herz zum ersten Mal brach" ist eine Geschichte vom Umgang mit Trauer und Tod.
In dem vorliegenden Buch von Axel Schulß nehmen die Gefühle während der Aufarbeitung der Trauer und des Todes eine ganz zentrale Rolle ein.
Otto, der durch einen tragischen Unfall seine Freundin Annie verliert, nimmt in der Geschichte die Hauptrolle ein. Durch Gedanken, Erinnerungen und Gespräche erfährt man auf differenzierte klar geschilderte Weise wie die Gefühlswelt des Jungen aussieht. Der Leser taucht dadurch tief in diese ein du versucht selbst diese analytisch zu betrachten und eventuell mit eigenen Erfahrungen abzugleichen. Obschon der Sprachstil sich oft an den von jungen Lesern anschließt wird ein gutes Textverständnis und eine ebenso gute linguistische Bewusstheit vorausgesetzt um die Geschichte mit ihrem thematischen Schwerpunkt grundlegend verstehen zu können. Ein Lesealter ab 11 Jahren scheint mir daher als sinnvoll. Während des Lesens/ Vorlesens sollten Erwachsene gewisse Textpassagen noch einmal ansprechen und eventuell ausführlicher darlegen.
Im Rahmen einer Projektarbeit oder Ähnlichem kann das vorliegende Buch wunderbar in einer Klasse eingesetzt werden. Ebenso im Rahmen einer sozial- psychologischen Arbeit.
Die Illustrationen von Daniela Bunge sind sehr ansprechend. Auf die Verwendung von grellen Farbtönen wurde verzichtet. Meist treten pastellige, dezente Töne in den Vordergrund. Die Illustrationen sind sehr perspektivisch und spiegeln so oft indirekt die Gefühlswelt wieder. Emotionen werden durch relevante Details zum Vorschein gebracht. Bild und Geschichte bilden stets eine Einheit.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Ma, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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