GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Venske, Regula
Titel Als Papa den Mond abschoss
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Kehr, Karolin
ISBN 978-3-939944-38-6 Reihe Tulipan ABC
Verlag Tulipan, Berlin, 2009
Seitenzahl 48 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erstlesetext
Zielgruppe 8-9
Inhaltsangabe Lena und Paul sind entsetzt: Ausgerechnet ihr Papa hat in der Silvesternacht den Mond mit einer Rakete abgeschossen. Die zwei Geschwister sind sich augenblicklich einig - sie müssen umgehend die Splitter suchen, denn der Mond muss zurück an den Sternenhimmel.
Beurteilungstext Das Buch "Als Papa den Mond abschoss" gehört zur Reihe der ABC Bücher des Tulipan Verlages. Das vorliegende Buch (Lesestufe C) eignet sich für fortgeschrittene Leser (etwa Ende 2. Schuljahr).
Das passiert Lena und Pauls Papa sicher kein zweites Mal: Was mit einer kleinen Angeberei in der Silvesternacht begann ("Jetzt kommt sie! Die höchste Rakete aller Zeiten!"), endet in einer großen Katastrophe. Ausgerechnet der Mond wird von seiner Rakete in vier große Stücke zerteilt, die unter einem Gold- und Silberregen zu Boden fallen. Mama, Papa und Tante Fanny sind entsetzt und auch die Geschwisterkinder Lena und Paul können es kaum fassen. Doch ihnen ist schnell klar, dass sie handeln müssen. Und so machen sie sich noch in derselben Nacht gemeinsam mit ihrem Hund Rosina auf die Suche nach den Mondstücken. Auf ihrem Weg begegnen sie vielen Menschen mit eigenen Geschichten. Männern, die unter einer Brücke wohnen müssen und den Mondsplitter eigentlich zum Heizen nutzen wollten. Einem Fahrraddieb, von dem sie nicht nur zwei Mondsplitter ergattern können, sondern ihn sogar überzeugen, dass Klauen überhaupt nichts bringt. Und einer jungen Frau, die sich mit ihrem Freund zerstritten hat, weil sie dachte, es wäre Neumond und er meinte es sei Vollmond. Sie lernen den Freund der jungen Frau kennen, als dieser in den See einbricht und helfen ihm zurück aufs Land zu kommen. Als die Kinder schließlich alle vier Mondsplitter gefunden haben, machen sie sich auf den Rückweg. Mit Hilfe ihrer Mutter und Tante Fanny, die beide vom Sekt etwas angesäuselt sind, tackern sie den Mond wieder zusammen und ihr Vater schießt ihn mit Hilfe einer Rakete zurück an den Ort, wo er hingehört. Bei allen Menschen, denen die Kinder begegnen, steht im Vordergrund der Gedanke etwas Gutes zu tun, den Tag und das Ereignis zum Anlass zu nehmen, um sich einen guten Vorsatz zu fassen und im neuen Jahr umzusetzen. Besonders schön ist der Vorsatz des Vaters fürs neue Jahr: Nie wieder ein Angeber zu sein.
Die Geschichte ist spannend und humorvoll geschrieben und spricht Kinder in ihrer Fantasie sicher an. Besonders gut gelungen ist die Verbindung von realistischen Zügen einerseits und der fantastischen Erzählung andererseits, so dass die Geschichte wie ein erzählter Traum wirkt. Die Kinder handeln dabei zwar heldenhaft, aber nie überdurchschnittlich begabt und ungewöhnlich. Durch das gesamte Buch zieht sich die Thematik des "Guten Vorsatzes" wie ein roter Faden, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daran zu erinnern, selbst einen solchen zu fassen. Ganz besonders gut gelungen sind die witzigen und detailfreudigen Bilder zur Geschichte. So finden sich beim Fahrraddieb Fahrradschlösser am Weihnachtsbaum und die beschwipste Mama tackert dem Mond noch einen Korken als Nase ins Gesicht.
Ein toller Lesespaß fürs neue Jahr, auch als Vorlesebuch bestens geeignet!
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 AS, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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