GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Ramsland, Morton
Titel Als Bernhard ein Loch in den Himmel schoss
Übersetzer / Originalsprache Sonnenberg, UlrichDänisch
Illustrator Konstantinov, Vitali
ISBN 978-3-414-82170-6 Reihe
Verlag Boje, Köln, 2009
Seitenzahl 32 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
Inhaltsangabe Als Bernhards Mutter ihm die Spielzeugpistole wegnimmt, geht Bernhard schmollend auf sein Zimmer, öffnet das Fenster und springt raus. Auf einer Lichtung im fremden Wald entdeckt er eine große Pistole und - schießt ein Loch in den Himmel. Sogleich fließt Wasser durch dieses Loch und Bernhard muss sich auf ein Floß retten. Ein alter Mann zeigt ihm, dass er tauchen und den Stöpsel herausziehen kann - und so kommt er zum Abendessen wieder nach Hause. (Nach dem Verlagstext)
Beurteilungstext 10 Zwillen sind auf dem Vorsatzblatt abgezeichnet, einige zum Selbstausprobieren, andere nicht ganz so ernst zu nehmen. Dann folgt der Wilde Westen, als Zeichnung um den Text herum, als Fantasiedekoration im Kinderzimmer, als Ausblick aus dem Fenster. Die beiden Kinder sind grob gezeichnet, karikaturhaft und in Aquarell mit kräftigen Federstrichen (und der Geier sitzt auf dem Fensterflügel, mit dem man das Fenster allerdings nur bedingt schließen könnte). Bernhard flieht vor der Elternwillkür durch einen Kaktuswald, in dem sich Indianer und Cowboys verstecken, bis er schießt und das Wasser herniederstürzt. Das Wasser ist dermaßen viel, dass als nächstes nur eine Doppelseite reicht, mit einem ganz kleinen Floß ganz links und rechts der kleinen Insel mit dem Häuschen, in dem der alte Mann wohnt. Der ist tätowiert und erkennt gleich die Pistole als Himmelspistole und weiß Hilfe: den Stöpsel zu ziehen. Und er hat für Bernhard noch eine Sternenzwille, mit der er Sternschnuppen abschießen kann. Bernhard taucht tief zwischen die Ungeheuer und findet den Stöpsel und damit wieder nach Hause.
Die warmen Farben weichen mit dem großen Regen kühlen, graugrünen, nur Bernhard ist in blassgelben Farben gehalten - und hat orangene Sommersprossen.
Der Übermut der Schießerei hat seinen Dämpfer bekommen, die Pistole ist weg; aber mit der Zwille in der Hand sitzt Bernhard am Schluss abends auf der Fensterbank und wartet auf Sternschnuppen, die er abschießen kann. Jedenfalls nimmt er sich das vor.

Die kleine Abenteuergeschichte spielt sich also nur in der Fantasie ab, im Ärger über den Streit mit der Schwester, die er erst abschießen wollte, ihr dann die Pistole an den Kopf warf. Verständlich, dass die Mutter erbost reagierte. Hoffen wir, dass Bernhard jetzt nicht die Zwille gegen die Schwester richtet.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 cjh, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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