GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Mc Clinton, Barbara
Titel Adele und Simon in Amerika
Übersetzer / Originalsprache Stuart, NicoleEnglisch
Illustrator Mc Clinton, Barbara
ISBN 978-3-941087-59-0 Reihe
Verlag Jacoby & Stuart, Berlin, 2009
Seitenzahl 40 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Adèle und Simon sind Geschwister. Adèle ist mit ihren 8 Jahren die ältere der beiden Kinder. Sie sind auf dem Weg zu ihrer Tante nach New York. An den einzelnen Stationen ihrer Reise durch Amerika verliert Simon immer wieder persönliche Gegenstände. An den Orten, wo sie verloren gegangen sind, kann der Betrachter selbst bei der Suche helfen. Adèle und Simon sind froh, dass alle Gegenstände am Schluss der Reise per Post an Simons Tante zurückgeschickt werden.
Beurteilungstext Die Geschichte von Adèle und Simon ist einfach, beinahe schlicht. Beide haben eine Einladung zu ihrer Tante nach New York bekommen. Von dort aus unternehmen sie eine Reise über den ganzen amerikanischen Kontinent. An jedem Halt verliert Simon einen Gegenstand, sehr zum Ärger der größeren Schwester, die ihn immer wieder belehrt, auf seine Sachen aufzupassen. Simon lässt sich nicht davon beeindrucken und genießt unbekümmert die Reise.

Der Leser und Betrachter wird neugierig gemacht und kann die Gegenstände im dazugehörenden Bild wieder finden. Damit wird er aktiv in die Geschichte einbezogen.
Der Text ist flüssig und lässt sich gut vorlesen. Bei den Zeichnungen handelt es sich um kolorierte Federzeichnungen, die einen nostalgischen Charakter haben und die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts darstellen. Sie sind sehr detailreich und vermitteln ein vielfältiges Bild dieser Zeit: Landschaften und Gebäude, Stadtteile und Alltagsleben, alles auf den vierzehn Stationen der Reise spiegelt das Leben der bürgerlichen Gesellschaft Amerikas wider.
Eine großflächige authentische Landkarte auf den Innenseiten des Bucheinbandes verdeutlicht die Stationen der Eisenbahn. Auf den Bildern verbergen sich nicht nur die verlorengegangenen Dinge, sondern der Betrachter erhält auch viele zusätzliche Informationen, z.B. über die Tierwelt in den Rocky Mountains. Am Ende der Geschichte erhält Simon in vielen Paketen seine verlorenen Sachen zurück.

Das Bilderbuch ist ein weiterer gelungener Versuch der Autorin eine Brücke zwischen Sachbuch und Bilderbuch zu schlagen. Viele Informationen regen zum Nachdenken bzw. Nachschlagen an. Die bebilderte Übersicht am Ende des Buches liefert zusätzlich geschichtliche Daten und Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Stationen der Reise.

Adèle und Simon ist ein Buch, das den Leser auch bei öfteren Betrachten faszinieren und überraschen wird.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 hg, Sachsen-Anhalt

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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