GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Herman-Friede, Eugen
Titel Abgetaucht - Als U-Boot im Widerstand
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-8369-5241-5 Reihe
Verlag Gerstenberg, Hildesheim, 2009
Seitenzahl 254 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hartpappe Gattung  Historische Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Dieser Tatsachenroman aus der Sicht eines Jungen, der allmählich zum Opfer des Nationalsozialismus wird, erzählt exemplarisch Geschichte: Erst als “normaler” Schüler erfährt er, dass er nicht arisch ist. Deshalb muss er nach einer gewissen Zeit auf eine jüdische Schule wechseln. Später taucht er bei Freunden seines arischen Stiefvaters unter und beteiligt sich am Widerstand. Die Gruppe fliegt auf, Eugen wird verhaftet und bei Kriegsende glücklich frei.
Beurteilungstext Eugen Herman-Friede erzählt sein abenteuerliches Leben während der Zeit des Nationalsozialimus in Berlin. Die Leser erleben, wie er als 6jähriger Junge ein normales Schülerleben in der 1. Klasse führt. Erst mit der Religionsnote “nicht arisch” merkt er, dass etwas nicht stimmt. Er weiß nicht, dass nur sein Stiefvater nicht zum jüdischen Glauben gehört. Seine Klassenkameraden wenden sich von ihm ab. Auf der jüdischen Schule - die ist mittlerweile Pflicht - verläuft sein Leben wieder in ganz normalen Bahnen: Schülerstreiche, erste Liebe. Mit dem Autor merken die Leser/innen, wie sich die Lebensverhältnisse der jüdischen Bürger ganz allmählich verschlechtern. Im ganzen ersten Teil des Buches erfahren wir, wie die Juden immer mehr aus der Gesellschaft heraus-, in eine Ecke gedrängt werden. Als sein arischer Stiefvater ihn nicht mehr gegen den Rassenwahn schützen kann, taucht Eugen bei Bekannten seines Vaters im Widerstand unter. Die selbst ernannten “U-Boote” organisieren Flugblatt- und Boykottaktionen, doch die Gruppe fliegt auf und alle werden verhaftet. Nur weil die Justiz die Namen aller Beteiligten herausbekommen will, hat Eugen Glück und das Kriegsende rettet ihn. Die Schilderung dieses Einzelschicksals in der Ich-Form ist ein spannender Tatsachenroman, der Jugendliche stark anspricht, Deshalb gehört er in Schulbibliotheken oder thematische Handapparate.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 VerK, Hessen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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